0 Kommentar(e)

SPD fordert rasche Medienentwicklung an Euskirchener Schulen

Schulausschuss: Verwaltung macht wichtige Zusagen

 „So wichtig es ist, unsere Schulen baulich in Schuss zu bringen – darüber dürfen wir nicht die Qualitätssteigerung des Unterrichts vernachlässigen“, sagte Josef Schleser, SPD Fraktionsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses.

 In dieser Ausschusssitzung gab es zwar „nur“ zwei Mitteilungsvorlagen, die aber hatten es in sich. Zum einen wurde der Sachstand der Baumaßnahmen an Euskirchens Schulen vom Betriebsleiter des zentralen Immobilienmanagements (ZIM), Günter Schikorra vorgestellt. Im zweiten Punkt ging es um die Medienentwicklungsplanung. Für Unmut im Ausschuss sorgte dabei die Informationspolitik der Verwaltung. Erst auf Drängen der Fraktionen wurde zu den Baumaßnahmen eine schriftliche Vorlage erstellt, die erst zum Ausschuss an dessen Mitglieder verteilt wurde. „Ich hoffe, dass dies ein einmaliger Vorgang ist“, sagte Josef Schleser.

Inhaltlich bereitet der Umbau des Schulgebäudes an der Billiger Straße, in das die Paul-Gehardt-Schule einziehen soll, Sorgen. Untersuchungen haben ergeben, dass zusätzlich zu den geplanten Umbaumaßnahmen eine Schadstoffsanierung vorgenommen werden muss. Bürgermeister Dr. Uwe Friedl drängt darauf, dafür im anstehend Liegenschaftsausschuss am 4. Oktober einen Beschluss zu bekommen, um den Zeitplan nicht zu gefährden. Die Kosten könnten im hohen sechsstelligen Bereich liegen, schätzte Friedl. Auf Nachfrage der SPD machte Friedl die Zusage, dass diese Summe als außer- oder überplanmäßige Ausgabe aus dem allgemeinen Haushalt bereitgestellt werden soll und nicht durch Einsparungen bei anderen ZIM-Investitionen.

„Diese Zusage ist uns immens wichtig“, betonte Schleser. „Viel zu lange haben wir bei der Schulsanierung Löcher gestopft und dabei andere Löcher aufgerissen.“ In den vergangenen Jahren hatte die SPD immer wieder heftig kritisiert, dass zu wenig in den Erhalt der Schulen investiert wird. „Die Kürzung der Mietzahlungen an ZIM um zehn Prozent war dabei ausgesprochen kontraproduktiv.“

Das bei der überfälligen Sanierung der Gebäude nicht die Qualität des Unterrichts vernachlässigt werden darf, betonte die SPD beim zweiten Tagesordnungspunkt, bei dem es um die Medienentwicklungsplanung ging. „Ich stimme Fachbereichsleiter Alfred Jaax zu, dass zwar zuerst die Schulen ihre Hausaufgaben machen müssen und Medienpläne erstellen. Wenn die aber vorliegen, müssen wir als Stadt auch das Geld in die Hand nehmen, damit die Pläne rasch umgesetzt werden können.“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Michael Stabel. Jürgen Antwerpen, Schulleiter des Gymnasiums Marienschule, antwortete, dass daran intensiv gearbeitet wird und auch das Kollegium zu Schulungen an neuen Medien teilnimmt. Johannes Winckler machte auf Nachfrage Josef Schlesers die Zusage, dass dann Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ umgeswitcht würden.

„Die heutige Sitzung hat gezeigt, wie sehr wir auf Hilfe von außen angewiesen sind, nachdem die Ratsmehrheit über Jahre viel zu wenig Mittel bereitgestellt hat“, sagte Stabel nach der Sitzung. „Ich bin sehr froh darüber, dass unsere Bundestagskandidatin Ute Meiers das Thema Bildung zu einem ihrer Schwerpunktthemen gemacht hat“, so der SPD-OV-Vorsitzende. Meiers hat in ihrem Wahlkampf mehrfach betont, dass sie sich für eine vollständige Abschaffung des Kooperationsverbotes einsetzen werde. Damit dürfte der Bund endlich den Kommunen die dringend benötigten Milliarden zukommen lassen, um die Schulen auf die Höhe der Zeit zu bringen. „Ziel einer SPD geführten Bundesregierung wird es sein, Deutschland beim Thema Bildung an die Spitze zu bringen.“, so Meiers.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz