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SPD fordert Ausbau der Schulsozialarbeit

„Eine Stelle für zehn Schulen ist nicht genug“

 Die SPD Euskirchen fordert den Ausbau der Schulsozialarbeit an städtischen Grundschulen. Leo Pelzer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, kündigte im Sozialausschuss (AGS) einen entsprechenden Antrag für die Haushaltsdebatte an. „Die Vorlage zeigt, dass eine einzige Stelle Schulsozialarbeit für zehn Grundschulen vorne und hinten nicht reicht“, sagte Pelzer im AGS.

In seiner Sitzung am 05.02. musste der Sozialausschuss entscheiden, wie die beiden vorhandenen Schulsozialarbeiterinnen (jeweils eine halbe Stelle) in den kommenden zwei Jahren eingesetzt werden sollen. Gegen die vorgenommene Schwerpunktbildung, die den Einsatz an vier der zehn Euskirchener Grundschulen vorsieht, erhob die SPD keine Einwände. Aber: „Aus der Vorlage geht klar hervor, dass die Schulleitung z.B. der Franziskusschule, mit über 300 Schülern unser größte Grundschule, es sehr bedauert, künftig nicht mehr berücksichtigt zu werden.“, sagte Pelzer. „Und auch an den anderen Schulen wäre Sozialarbeit sinnvoll.“

Der SPD-Sprecher im AGS verwies auf die jährlichen Berichte der Schulsozialarbeiter, wonach der Einsatz mehr als berechtigt ist. „Auch die anfänglichen Vorbehalte der Lehrkörper sind vollständig verschwunden, inzwischen wünschen sich die Schulen mehr Sozialarbeit“, sagte Pelzer mit Verweis auf die Vorlage, in der dieser Wunsch deutlich dargestellt wurde. Die Verwaltung lehnt dieses Ansinnen mit Blick auf die Kosten ab.

„Das ist sehr kurzfristig gedacht. Wir stecken unser Geld lieber in Prävention, als später für teures Geld Jugendhilfe betreiben zu müssen“, sagte der Ausschussvorsitzende Michael Stabel nach der Sitzung. Stabel rechnet mit harten Verhandlungen im Rat, zumal die CDU-Sprecherin im AGS Sandra Eisermann in ihrer ersten Reaktion schon betonte, Schulsozialarbeit sei keine städtische Aufgabe. „Da ist das Land in der Pflicht.“, so Eisermann. Leo Pelzer kündigte aber an, einen sehr gründlich vorbereiteten Antrag mit guten Argumenten in den Rat einzubringen. „Es kann nicht sein, das allseits anerkannte und notwendige Maßnahmen im Sozialbereich ein ums andere Mal mit dem Kostenargument abgebügelt werden“, so Pelzer.

 

 

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